Die Wogen gehen hoch in Tirol, nicht der Berge wegen, sondern wegen einem Fetzen Stoff.
Da ist ein Vorsitzender einer Prüfungskomission zur Matura (für unsere deutschen Freunde: Abitur) der Meinung, junge Herren hätten gefälligst mit Krawatte zur mündlichen Prüfung zu erscheinen.
Und wenn dann einer zwar mit Anzug, aber eben ohne dieses unsinnige, herumhängende Stück Stoff zur Prüfung antritt, müsse man ihn dementsprechend zurechtweisen, und nach dem ersten Teil in der Pause zwischen zwei Prüfungen von ihm verlangen, sich ein ebensolches nutzloses Stoffstück zu besorgen.
Es ist klar, dass man zur Maturaprüfung nicht in Bikini und Unterhosen erscheint. Von Schülern aber zu verlangen, ein Stück Stoff um den Hals zu tragen, während man Musliminnen das Stück Stoff AUF ihrem Kopf verbieten will (oh, Andreas Hofer, wofür hast du da gekämpft?), ist schon etwas wirr.
Kommt es bei der Matura jetzt eigentlich darauf an, was man weiß, oder wie man sich präsentiert?
Der Guglhupf ist grundsätzlich gegen Krawatten, und hat noch nie eine getragen, noch nie einen Anzug oder Sakko, und hat auch maturiert (immerhin mit gutem Erfolg). Und er hat auch einen guten Job. Warum? Weil es Leute gibt, denen der Kopfinhalt wichtiger ist, als der Kopfumhang. Oder Kopfumfang.
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